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MAIZ

Grenzen des gängigen Agrarsystems
& initiativen für eine
zukunftsorientierte Landwirtschaft

(2018-2020)

Mit freundlicher Unterstützung durch
aktuell

Symposium
"Sustainable Agriculture? From Theory to Action"

17./18. Oktober 2019
Global population is expected to reach 10 billion by 2050. This means that enough food will need to be produced for all by then. This symposium aims at analyzing the challenges and problems of the global food production system but also identifying potential local solutions. The program includes theoretical talks with a moderated debate at the end.
Ausgangslage

Das agrarsystem & seine grenzen

Die Zukunft der Landwirtschaft wird kontrovers diskutiert. Klimatische Veränderungen und die Verknappung von Ressourcen erfordern eine rasche Antwort. Die konventionelle Landwirtschaft ist dabei eher Teil des Problems als Teil der Lösung. Gleichzeitig ist die Beantwortung der Ernährungsfrage für nachhaltige und gerechte Entwicklung notwendig.
globale antworten

Initiativen für die Zukunft

Weltweit formen sich Bewegungen, die sich einer sozial und ökologisch verträglichen Landwirtschaft verschrieben haben. Vielerorts werden nachhaltige Ansätze des Lebens und Wirtschaftens erprobt. Diese besser kennenzulernen und gemeinsam zu diskutieren, ist das Ziel unseres Projekts.
Umsetzung

Aktivitäten & Veranstaltungen

1. AGROIndustriE
Herbst 2018 & Frühjahr 2019
Die industrielle Landwirtschaft – geprägt durch Massentierhaltung, Einsatz von Pestiziden, Vormachtstellung von Konzernen – löste in jüngster Vergangenheit zahlreiche Debatten aus. Die Stimmen hin zu einer Agrarwende wachsen – auch in Deutschland. Anfang 2018 gingen im Rahmen der 'Wir haben es satt'-Kampagne mehr als 30.000 Menschen auf die Straße, um eine ökologisch und sozial nachhaltige Politik und eine Neuausrichtung der Landwirtschaft zu fordern. Auch im Zuge der Fusion zwischen dem Chemiekonzern Bayer mit dem Agrarriesen Monsanto gab es zahlreichen Widerstand.

Der in Köln lebende mexikanische Maler Jaime Rodriguez begleitete beide Proteste und portraitiert diese in der Ausstellung AGROIndustrie schwarz/weiß auf dokumentarisch-künstlerischer Art und Weise. 

In Kooperation mit kollektiv tonalli, Allerweltshaus e.V., FIAN e.V., The Good Food, Coordination gegen Bayergefahren. Im Rahmen der europäischen Aktionstage GOOD FOOD GOOD FARMING.
2. Performance "Saatgut, Konzernmacht"
Februar - März 2019 im Rahmen der Saatgutfestivals NRW
In Form von Diskussionsabenden, einer künstlerisch-dokumentarischen Ausstellung und der zwei-sprachigen Performance "MAIZ" (spanisch/deutsch) beleuchten wir die Themen Saatgut, Ernährungssouveränität und Konzernmacht. Darüber hinaus möchten wir einen Raum bieten, gemeinsam mit Interessierten und aktiven Gruppen zu diskutieren, wie ein gerechtes Welternährungssystem aussehen kann, was aktuell politisch passiert und wie wir von unseren Erfahrungen gegenseitig lernen können.

Wir freuen uns auf einen fruchtbaren Austausch. ¡Sin maíz no hay país! - Ohne Mais gibt es kein Land!

In Zusammenarbeit mit kollektiv tonalli, den Saatgutfestivals Köln, Düsseldorf, Bonn. Goliathwatch, Bonn im Wandel, Alte VHS & Attac Bonn,, CBG, Dachverband Kritische Aktionäre.
3. Landwirtschaft der Gifte
01.-20. Mai 2019 | Kunsträume der Horbach Stiftung Köln
Die Menschheit nimmt unfreiwillig an einem der größten Experimente weltweit teil. Glyphosat ist das meistverkaufte Pflanzengift der Welt. Die Ausstellung Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen des argentinischen Fotografen Pablo E. Piovano dokumentiert die Folgen des Einsatzes von Agrarchemikalien im ländlichen Nordosten Argentiniens und zeigt die katastrophalen Auswirkungen auf Menschen und Natur auf.

Mit Rahmenprogramm zur Ausstellung, u.a. Podiumsdiskussion mit internationalen Expert*innen, Film - & Informationsabend zum Thema.

In Kooperation mit Michael Horbach Stiftung, Freundeskreis Willy-Brandt-Haus, internationale Fotoszene Köln, Eurac Research Bozen, Permanente Kampagne gegen Agrargifte und für das Leben (Brasilien), Misereor,  Pestizid- und Aktionsnetzwerk Deutschland - PAN GermanyEuropean Centre for Constitutional and Human Rights - ECCHR, Agrarkoordination.
IV. Symposium & Speakers Tour
Oktober 2019
Die Weltbevölkerung soll bis 2050 auf 10 Milliarden Menschen anwachsen. Für die Landwirtschaft bedeutet dies, mehr zu produzieren, damit genug Nahrung für alle gewährleistet werden kann. Unterschiedliche Stimmen plädieren dafür, dass dies nur durch höhere Erträge im Anbau von Kulturpflanzen gelingen kann. Eines der dabei meist diskutierten Modelle ist dabei das der Agrarökologie. In dieser Projektphase möchten wir mit lokalen Initiativen und internationalen Gästen Probleme und Herausforderungen der globalen Lebensmittelindustrie, sowie unterschiedliche Ansätze für eine zukunftsorientierte Landwirtschaft betrachten. 

Speakers Tour
Hoffnung säen - Vernetzungen ernten (15.–30.Oktober 2019) Delegationsreise zum Erfahrungsaustausch und Wissen über die Ernährungssouveränität mit Vertreter*innen aus Mexiko

Symposium Sustainable Agriculture? - From Theory to Action im Rahmen des Welternährungstags (17./18.Oktober 2019)

In Zusammenarbeit mit TH Köln - Institute for Technology and Resources Management in the Tropics and Subtropics, Sin maíz no hay país, CESDER - Centro de Estudios para el Desarrollo Rural (Puebla, Mex), Comaletzin - Coordination Interregional Feminista Rural (Puebla), Tsomanotik (Chiapas, Mexiko).
5. Mais global
Migration einer Kultur-Nutzpflanze und ihre sozial-kulturelle Bedeutung
In unterschiedlichen Formaten wird die Historie des Getreides, ihr Wandel von einer Kultur- zur Nutzpflanze, ihre Bedeutung als Grundnahrungsmittel sowie ihre heutige ökonomische Funktion als Ware u.a. in der Industrie- und Futtermittelproduktion aufgezeichnet.

Comic Mais
In einer illustrierten Broschüre in Form eines Comics mit erklärenden Texten wird die Geschichte der 6.000 Jahre alten Kulturpflanze Mais und ihrer Reise durch die Welt dargestellt. Dabei wird der Bogen von der Ursprungsgeschichte der Pflanze, ihre Bedeutung in der Sklaverei und für den Handel zwischen der 'alten' und der neuen Welt, bis zur Ökonomisierung des Getreides durch die fortschreitende Industrialisierung bis in die heutige Zeit gespannt.
Autorenschaft/Illustration und Konzeption: Jaime Rodriguez (kollektiv tonalli),
Grafik: Samantha Soto Sánchez (Mexiko)


Fiesta de la Milpa - Erntefest zum Tag des Mais 


Saatgutkoffer
Im Rahmen des Projekts erstellen wir einen Saatgutkoffer, der die Vielzahl der Kulturpflanze Mais darstellen soll und optimal auch als Anschauungsmaterial in der Bildungsarbeit eingesetzt werden kann. Derweil sind wir am Sammeln einer Vielfalt endemischer Samen und Sorten des Getreides in den unterschiedlichsten Größen und Farben und aus mehreren Regionen und Ländern u.a. Mexiko, Brasilien, Bolivien und Deutschland.

Radiosendung / Publikation
Frühjahr 2020 - weitere Informationen in Kürze
6. Vernetzung
Austausch mit Organisationen und Initiativen in Deutschland und Lateinamerika
In regelmäßigen Abständen nehmen wir an für das Projekt themenrelevanten Veranstaltungen, Tagungen, Vernetzungstreffen etc. von Organisationen und Initiativen teil. Dabei soll einerseits der inhaltliche Austausch mit weiteren Multiplikator*innen und Expert*innen gestärkt, andererseits die in dem Projekt aufgegriffenen Themen vertieft bearbeitet werden. Wir beteiligen uns bei Aktionstagen und unterstützen unsere Kooperationspartner*innen bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, der Bekanntmachung von Aktivitäten und Veröffentlichungen.