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Projekt 2017

Das, was Leben trägt

Lesung, Performance, Diskussion, Musik

ZUsammenfassung

"Das, was Leben trägt" – Lesung, Performance, Diskussion, Musik (2017)

Das Wort Mais stammt aus der Sprache indigener Gruppen der Karibik und bedeutet wörtlich ›das, was Leben trägt‹. Das Getreide mit einer Vielfalt von rund 60 Sorten allein in Mexiko ist allerdings – zumindest in seiner Diversität – bedroht. Mit dem Aussterben der Kulturpflanze besteht die Gefahr, dass auch Jahrtausend alte Traditionen, Bräuche und kulturelle Identitäten verschwinden. Menschen sehen sich gezwungen, ihre Lebenswelten zu verlassen, ihre Familien anderweitig zu ernähren.

Mit dem Eingriff in die Diversität des Getreides droht die Extinktion einer Jahrtausend alten Lebensform, die Gefahr des Verschwindens ursprünglicher Kulturen, Traditionen und Wissen, impliziert aber auch einen schwer zu revidierenden Eingriff auf Biodiversität, Mensch und Umwelt. Besonders der Einsatz von toxischen Pflanzenschutzmitteln, die exzessive Nutzung von Böden und der damit einhergehenden Verschwendung von Ressourcen verändern Landstriche und Lebensgrundlagen irreversibel. Es besteht die Gefahr, dass ganze natürliche und damit auch kulturelle Kreisläufe gebrochen werden.

Anhand des Länderkontexts Mexiko – dem Ursprungsland des Maises –  werden in der bilingualen Performance MAIZ, spanisch-deutsch, verschiedene Perspektiven und Gründe um das Aussterben der Kulturpflanze aufgezeigt. Dabei wird sowohl auf die kulturelle und biologische Vielfalt des Getreides – einem der Grundnahrungsmittel in Lateinamerika – wie auch auf sozio-ökonomische Auswirkungen und globale Zusammenhänge eingegangen.
Mit freundlicher Unterstützung von Engagement Global im Auftrag des BMZ, Stiftung Nord-Süd Brücken und Katholischer Fonds.

Die Veranstaltungen in Köln/NRW fanden im Rahmen des Projekts Lateinamerika Global-Nachhaltig des Allerweltshaus Köln statt. Mit freundlicher Unterstützung durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW.